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01.10.2011 |
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Wo geht’s lang? |
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Woher wissen die Nerven wohin sie wachsen sollen? Die Summe der Nervenzellen und ihrer synaptischen Verbindungen ist entscheidend für die Leistung des „Netzwerks“. Auch die Empfindung des Schmerzes ist von der Funktion der Großhirnrinde abhängig.
In der frühen Hirnentwicklung wandern die Nervenzellen an ihren Bestimmungsort um dann erst ihr Axon und die Dendriten auszusenden. Wie finden die Neurone ihren Zielort? An der Oberfläche der Neurone finden sich Proteine, sogenannte Ephrine, die die sprossenden Nervenzellfortsätze abstoßen und so zu einer Umlenkung bewegen. Eine andere Gruppe von FLRT-Proteinen als Oberflächenrezeptoren ziehen dagegen andere Nervensprossungen an und führen so zu einer Verknüpfung. Ohne diese Proteine bricht embryonales Nervengewebe auseinander und entwickelt sich zu anderen Zelltypen. Spaltet sich ein Teil des FLRT-Rezeptors ab und bildet mit einer benachbarten Nervenzelle über einen Unc5-Rezeptor eine Verbindung, so kollabiert die Wachstumsspitze des Axons und wächst in eine andere Richtung weiter. Das Zusammenspiel solcher Proteine führt zu der bekannten Schichtung der Neurone in der Hirnrinde, später verantwortlich für das Bewusstsein und andere kognitive Funktionen, die uns den Schmerz erleben lassen.
FLRT2 and FLRT3 act as repulsive guidance cues for Unc5-positive neurons Satoru Yamagishi et al.; EMBO Journal,doi:10.1038/emboj.2011.189;2011 | | | |
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